Über den Inkunabelkatalog
Elektronische Version
Die Bayerische Staatsbibliothek München verfügt weltweit über den reichsten Bestand an Wiegendrucken. Etwa ein Drittel aller heute noch nachweisbaren Inkunabeln sind vorhanden - der Gesamtbestand beträgt über 19900 Exemplare von etwa 9680 Ausgaben.
In den Jahren 1971-2003 wurde der Inkunabelbestand mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft katalogisiert. Die sechsbändige Printausgabe des Inkunabelkatalogs erschien von 1988-2005 im Dr. Ludwig Reichert Verlag, Wiesbaden. Ein weiterer Registerband ist in Vorbereitung.
Datenumfang
Die Datenbank enthält Beschreibungen von
- 9701 Inkunabelausgaben (einschließlich 395 Postinkunabeln, d.h. Drucke, die in Hains „Repertorium Bibliographicum“ als Ausgaben des 15. Jahrhunderts angeführt wurden, heute jedoch ins 16. Jahrhundert datiert werden)
- 17529 Inkunabelexemplaren (einschließlich 605 Exemplaren von Postinkunabeln)
Noch nicht aufgenommen sind die gesondert verwahrten Inkunabeldubletten (2454 Bände) sowie noch unerschlossene Inkunabelfragmente (vorwiegend Einbandmakulatur).
Die elektronische Fassung ermöglicht die Suche im gesamten Datenbestand des gedruckten Inkunabelkatalogs sowie in digitalisierten Bildseiten. Die Konversion erfolgte mit Zustimmung des Verlags. Aus technischen Gründen sind derzeit manche Sonderzeichen, die im Katalog verwendet werden (z.B. mittelalterliche Abbreviaturen und Ligaturen, besonders solche in Fraktur) nicht darstellbar. Sie werden je nach Browser durch eine Blockade (▮) oder ein Fragezeichen (?) wiedergegeben. Eine typographisch exakte Wiedergabe findet sich im gedruckten Katalog.
Aktualitätsstand
Die Beschreibungen von vor 1986 erworbenen Inkunabeln befinden sich auf dem Stand des gedruckten Katalogs. Daneben sind Beschreibungen von über 100 Inkunabeln eingearbeitet, die zwischen 1986 und 2006 erworben wurden. Die Katalognummern von Neuerwerbungen sind noch als vorläufig zu betrachten. In Zukunft werden zudem neue Erkenntnisse fallweise in die Katalogbeschreibungen aufgenommen, so daß die elektronische Fassung einen aktuelleren Wissensstand wiedergibt. Daneben ist vorgesehen, sukzessiv auch Beschreibungen von bisher unkatalogisierten Inkunabelexemplaren aufzunehmen.
Es wird daher empfohlen, beim Zitieren von elektronischen Katalogbeschreibungen auch das Datum anzugeben, an dem sie eingesehen wurde.
Digitalisate
Digitalisate sind bereits vorhanden zu 76 meist deutschsprachigen Inkunabelausgaben: 6377 Seiten mit gedruckten Illustrationen (überwiegend schwarzweiße, aber auch zahlreiche kolorierte Holzschnitte). Die Abbildungen sind ikonographisch erschlossen. Daneben wurden Digitalisate von über 500 Inkunabel-Einblattdrucken mit den Katalogbeschreibungen verknüpft. Zunehmend werden auch Volldigitalisate einzelner Inkunabeln über den Katalog auffindbar sein.
Anlage der Beschreibungen
Über die Beschreibungsmethode und die Anlage der Katalogisate informiert die „Einleitung“ zum gedruckten Katalog von Elmar Hertrich (1988, S. XXIX-XXXIV), die hier als PDF-Datei abrufbar ist.
Richtlinien
Die Richtlinien des BSB-Ink für die Erstellung von Inkunabelbeschreibungen sind hier als PDF-Datei abrufbar.
Bibliographie
Vollständige Literaturangaben zu den bibliographischen Nachweisen bietet das Verzeichnis der im Katalog abgekürzt zitierten Literatur und handschriftlichen Quellen, das Sie hier finden.
